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ADR-Arbeitskreis
Heute ist die ADR ein Arbeitskreis aus Bund deutscher Baumschulen (BdB),
Rosenzüchtern und unabhängigen Prüfungsgärten. Sichtungsergebnisse der
ADR-Prüfung werden jedes Jahr auf einer gemeinsamen Tagung diskutiert.
Die vorherige Auswertung der Daten erfolgt beim Bundessortenamt. Auf
BdB-Ebene erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der BdB-Geschäftsstelle
und dem BdB-Fachausschuß "Rosen".
Bewertung
Im Wandel der Zeit veränderten sich die Züchtungsziele. Neue Farben, Blütenformen,
vielfaltig zu verwendende Wuchsformen wurden geschaffen. Es ist nur
folgernd, daß die Konzeption der ADR-Prüfung sich hieran orientierte. An
mittlerweile 10 Standorten werden die Eigenschaften der Neuheiten anhand
von Merkmalen wie Winterhärte, Reichblütigkeit, Wirkung der Blüte, Duft
oder Wuchsform über mehrere Jahre bewertet.
Gesundheit
Von höchstem Wert in der Bewertung ist jedoch die Widerstandsfähigkeit.
Die ADR-Prüfsorten wachsen an den 11 Standorten ohne
Pflanzenschutzmittelbehandlung, um Zierwert und Robustheit der Neuheiten
anhand ihrer naturlichen Eigenschaften zu beurteilen. Das ADR-Zeichen wird
einer Sorte bei Erreichen eines bestimmten Qualitätsstandards verliehen.
ADR-Sorten
In der ADR-Prüfung standen mittlerweile 1 500 Sorten. Jedes Jahr werden
etwa 40 Sorten aller Rosenklassen geprüft. Mit dem Jahrgang 1999 wurde
nunmehr das ADR-Qualitätszeichen an 111 Sorten verliehen. Es wird
allerdings von der ADR-Jury aberkannt, wenn eine ADR-Sorte nach Jahren
nicht mehr die Qualitätskriterien - besonders Gesund - aufweist.
Im Hinblick auf die umweltschonende Produktion und Verwendung von Rosen für
die private und öffentliche Grüngestaltung trägt die ADR somit
wesentlich dazu bei, daß Produzenten und Verbrauchern fundierte
Informationen zur Beurteilung des Rosensortimentes an die Hand gegeben
werden.
Dr. Burkhard Spellerberg,
Bundessortenamt, Sprecher der ADR
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