RUND UM ROSEN - Die kleine Rosenfibel


Blühkalender

 
  Für alle Fälle eine Kordes-Rose

Je standortgerechter das Gestalten mit Rosen ist, desto pflegeleichter präsentieren sich die Rosen. Bei einer sorgfältig bedachten Sortenauswahl kann die Rose unseren Ansprüchen am besten gerecht werden.

... für Hanglagen
geeignete Sorten finden sich vor allem in der Gruppe der Flächenrosen. Der Grund liegt auf der Hand: Die Triebe der robusten Flächenarbeiter haben die Fähigkeit, bei Bodenkontakt neue Wurzeln zu bilden. Sie krallen sich regelrecht im Boden fest und wirken einer Erosion entgegen. Natürlich hat diese Befestigungsmethode ihre Grenzen und hängt entscheidend von der Hanglage und dem Bodenaufbau ab. Ein rosiger Hangteppich ist aber immer vorteilhaft und sei es nur, um Stützmauern zu kaschieren. Der Einsatz von wurzelechter Pflanzware hat zudem den Vorteil, daß keine Wildtriebe entfernt werden müssen.

Wir empfehlen:
’Heidekönigin’®, ’Sommerabend’®

... für regenreiche Gebiete

Rosen sind bekanntermaßen Sonnenkinder. Zuviel Regen leistet dem Sternrußtau Vorschub und gibt manche rosige Blütenpracht rasch der Fäulnis preis. Deshalb ist die Kenntnis besonders regentoleranter Sorten für Rosenfreunde regenreicher Gebiete – wie das Bergische Land, das Sauerland oder die Voralpenregion – von hohem Nutzen. Die nachfolgend genannten Sorten empfehlen sich durch ihre regenunempfindlichen Blüten für niederschlagsreiche Landstriche. Mit der Blütenfülle steigt meist auch die Nässeempfindlichkeit der Rosenblüten. Bis auf wenige Ausnahmen: Mit der stark gefüllten Kletterrose ‘Rosarium Uetersen’® steht sogar Freunden dichter Nostalgieblüten eine Regenrose zur Verfügung.

Wir empfehlen:
’Angela’®, ’Aprikola’®, ’Berolina’®,Burgund 81’®, ’Dortmund’®, ’Duftzauber 84’®, ’Felicitas’®,Fortuna’®,Gärtnerfreude’®, ’Linderhof’®, ’Manita’®, ’Medeo’®, ’Mondiale’®, ’NDR 1 Radio Niedersachsen’ ®, ’Neon’®, ’Rotilia’®


... für Frostlagen
Alle von uns angebotenen Rosensorten sind in unseren Breiten bei entsprechenden Pflegemaßnahmen frosthart. Trotzdem gibt es Standorte, für die sich eine besonders überlegte Sortenauswahl empfiehlt - denken wir beispielsweise an Höhenlagen über 600 Meter. Auch Senken im Flachland können ausgesprochene Frostlagen sein.

Besonders empfehlenswert sind einmalblühende Rosen. Mit ihrer ausgeprägten Frosthärte überzeugen sie selbst auf unwirtlichen Pflanzstellen. Aber auch viele öfterblühende Rosen halten in der Kälte aus, wenn sie nicht durch übermäßige Stickstoffgaben verweichlicht werden. Mastiges, wasserhaltiges Gewebe wird besonders durch Stickstoffgaben nach dem ersten Juli eines Jahres gefördert. So gesehen, beginnt der Frostschutz bereits im Sommer. Eine Düngung mit Patentkali (etwa 30 g pro m2) im Spätsommer erhöht zusätzlich die Winterhärte. Rosen in Frostlagen sind zudem dankbar für gründliche Winterschutzmaßnahmen.

Wir empfehlen:
’’Burghausen’®, ’Dortmund’®,Flammentanz’®, ’Frühlingsgold’, ’Hansaland’®, ’Lichtkönigin Lucia’®, ’Robusta’®, ’Rosarium Uetersen’®

... für halbschattige Lagen
Eigentlich lieben Rosen einen Platz an der Sonne. Mitunter ist die Auswahl an Sonnenplätzen im eigenen Garten jedoch begrenzt. Diese Situation ist aber für Rosenfans kein Grund zu verzweifeln, denn es gibt durchaus Rosensorten, die mit absonnigen Plätzen vorlieb nehmen. Vorausgesetzt, der Schattenwurf wird nicht durch die Kronen großer Bäume verursacht. Im lichten Wanderschatten von Mauern und Gestellen beispielsweise gedeihen viele Rosen überraschend gut. Als Faustzahl für einen akzeptablen Rosenstandort gelten 4-5 Stunden Sonne pro Tag. Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass Rosen an lichtarmen Standorten nicht die volle Blütenleistung bringen können. Je mehr Schatten, desto spärlicher fällt der Blütenflor aus. Zudem schießen Rosen in halbschattigen Lagen besonders ins Kraut, sprich, sie recken als lichthungrige Geschöpfe ihre Hälse der Sonne entgegen und entwickeln überlange, teils kopflastige Triebe. Dies gilt es bei allen Höhenangaben in unserem Hauptkatalog zu berücksichtigen.

Wir empfehlen:
’Aprikola’®,Bad Birnbach’®,Bad Wörishofen 2005’®, ’Diamant’®, ’Fortuna’®, ’Gärtnerfreude’®, ’Innocencia’ ®, ’Maxi Vita’®, ’Neon’®,Rotilia’®

... für heiße Südlagen
Die Königin der Blumen ist keine Extremistin. Selbst dem ausgesprochenen Sonnenkind Rose kann es zu heiß werden. Solche hitzigen Lagen ergeben sich beispielsweise in der Nähe von Terrassen und breiten Gartenwegen, wo Steinplatten in voller Südlage für gewaltige Reflektionswärme sorgen. Über den Umweg Stein treffen auch auf die Unterseite der Rosenblätter Sonnenstrahlen und verursachen u. a. Blattverbrennungen. Hitzeduldsame Rosen zeichnen sich deshalb durch Kleinlaubigkeit aus, die nur wenig Angriffsmöglichkeiten bietet. Besonders Beet- und Flächenrosen bewahren zudem durch ihr geschlossenes Laubdach den Boden vor allzu intensiver Sonnenbestrahlung. Kühlende Bodenfeuchte bleibt erhalten und sorgt für einen geregelten Wasserhaushalt.

Wir empfehlen:
Charmant’®, ‘Diamant’®, ‘Fortuna’®, ’Gärtnerfreude’®, ’Knirps’®, ‘Maxi Vita’®,Neon’®, ’Sommerabend’®, ’Sonnenröschen’®

... über Mauerkronen überhängend

Rosenblüten harmonieren mit Steinen aller Art vortrefflich. Was liegt also näher, als beides miteinander zu kombinieren? Besonders Kletterrosen sind mit ihren langen Trieben für steinreiche Rosenpflanzungen prädestiniert. Die Kletterkünstler sind flexibler als gedacht und keineswegs auf einen Aufstieg von unten nach oben festgelegt. So biegen sie sich über Mauerkronen, um ihr glänzendes Laub in der Sonne zu wärmen und ihre prachtvollen Blütenkaskaden zu entfalten. Auch starkwüchsige Bodendeckerrosen sind gut geeignet.

Vorsicht ist allerdings bei Mauern und Wänden involler Südausrichtung angebracht. Durch die Wärmespeicherung des Gesteins kann es bei hochsommerlichen Temperaturen zu extremer Lufttrockenheit und in der Folge zu einem Spinnmilben-Befall kommen.

Wir empfehlen:
’’Flammentanz’®,Heidekönigin’®,Jasmina’®,’Palmengarten Frankfurt’®, ’Raubritter’, ’Sommerabend’®

 

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© 2007 W. Kordes' Söhne
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Stand: August 2007
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