RUND UM ROSEN - Die kleine Rosenfibel

    Grundsätzliches zur Kombination von Rosen ...  
 

  Artenreichtum fördert spürbar die Pflegeleichtigkeit der Rosenpflanzung. Aber nicht nur das: artenreiche Kombinationen von Rosen mit anderen Stauden und Gehölzen steigern den Zierwert einer Gartenpflanzung, machen den Hausgarten zu einem Farbfeuerwerk rund um das Gartenjahr.  
  ... mit Stauden
Stauden veredeln jede Rosenpflanzung – und dies nicht nur, weil sie die bei den Rosen fehlende Farbe Blau mit ins Spiel bringen.

Was ist zu beachten? Stauden sind mehrjährige Pflanzen mit einem großen Nährstoffbedürfnis im Frühjahr. Damit dieser Anspruch nicht in Konkurrenz zu den Bedürfnissen der Rose tritt, sollte man Rosen und Stauden nicht in einer Pflanzung vermischen, sondern nebeneinander anordnen. Die Vorteile: Die Rose läßt sich bedarfsgerecht ernähren, der Boden um den Stock bleibt offen und läßt sich problemlos für das winterliche Anhäufeln nutzen. Ein Strangulieren der Rose durch den teilweise aggressiven Wurzelfilz vieler Staudenarten wird ausgeschlossen.
 
 
Rosen finden immer nette Begleiter...


Silberlaubige Stauden:
Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus), Perlkörbchen (Anaphalis triplinervis), Katzenminze (Nepeta), Lavendel (Lavandula angustifolia), Edelraute (Artemisia stellerina, A. schmidtiana ’Nana’).

Buntlaubige Stauden:
Frühlingsgold-Funkie (Hosta fortunei ’Aurea’), Blaublatt-Funkie (Hosta sieboldiana), Schneefeder-Funkie (Hosta undulata ’Univittata’).

Blau- bis violettblühende Stauden:
Ballonblume (Platycodon grandiflorus), Eisenhut (Aconitum napellus), Feinstrahlaster (Erigeron-Hybriden), Salbei (Salvia nemorosa- Sorten), Glockenblumen (Campanula- Arten), Katzenminze (Nepeta x faassenii), Kugeldistel (Echinops ’Veitch’s Blue’), Rittersporn (Delphinium- Hybriden), Lavendel (Lavandula angustifolia).


Gelbblühende Stauden:
Frauenmantel (Alchemilla mollis), Goldrute (Solidago caesia),Mädchenauge (Coreopsis-Arten), Sonnenhut (Rudbeckia fulgida ’Goldsturm’)

Weißblühende Stauden:
Feinstrahlaster (Erigeron-Hybriden), Glockenblumen (Campanula latifolia ’Alba’, C. persicifolia ’Alba’), Herbstaster (Aster novae-angliae- Sorten), Madonnen-Lilie (Lilium candidum), Schleierkraut (Gypsophila).

Rosablühende Stauden:
Moschus-Malve (Malva moschata), Königslilie (Lilium regale), Buschmalve (Lavatera thuringiaca).

Rotblühende Stauden:
Blutstorchschnabel (Geranium sanguineum), Herbstaster (Aster novae-angliae-Sorten).


... mit Sommerblumen und Blumenzwiebeln


Sommerblumen
sind lebenslustige, bunte Rosenbegleiter. Sie eignen sich – wie die Stauden – für ein Nebeneinander mit Rosen, beispielsweise um Freiflächen durch ausgefallene Rosenstöcke innerhalb eines Rosenbeets aufzufüllen. Folgende Sommerblumen sind einen Versuch wert: Leberbalsam (Ageratum-Sorten in Blau, Rosa und Weiß), Garten- Löwenmaul (Antirrhinum majus), Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus- Sorten in Rosa und Weiß), Schnee auf dem Berge (Euphorbia marginata), Männertreu (Lobelia erinus-Sorten in Blau, Rotviolett und Weiß), Jungfer im Grünen (Nigella damascena in Blau, Rosa und Weiß), Verbena bonariensis (lila).


Blumenzwiebeln
leiten das Rosenjahr ein. Bewährt haben sich Arten wie Scilla, Schneeglöckchen, Chionodoxa, die aufgrund ihrer spärlichen Belaubung die kleinklimatische Luftfeuchte innerhalb des Rosenbeetes nicht negativ, d. h. pilzfördernd, beeinflussen.

... mit Gräsern und Bambus


Gräser
passen als gestalterische, optisch beruhigende Konstante kontrastreich zum lebhaften Blütengehölz Rose. Viele Gräser passen vor allem zu Strauch- und Wildrosen. Beispiele sind Reitgras mit seinen gelblichgrünen Halmen (Calamagrostis acutiflora ’Karl Foerster’), Blauschwingel (Festuca glauca), Blaustrahlhafer (Helictotrichon sempervirens), gelbgestreifter Zebra- Schilf (Miscanthus ’Zebrinus’) und das Lampenputzergras mit seinen flauschigen Blütenähren (Pennisetum compressum).

Bambusse
sind ebenfalls Gräser, die allerdings immergrün sind und deshalb auch im Winter zieren. Vor allem neben wüchsigen Strauchrosen kommen sie, mit deutlichem Abstand, als Partner in Frage. Man unterscheidet horstartige und ausläuferbildende Arten. Letztere gilt es mit einer Rhizomsperre zu bändigen. Beispiele: Fargesia murielae ’Simba’ (horstbildend, 2,5 bis 4 m hoch), Pleiobastus pumilus (ausläufertreibend, 50 bis 80 cm hoch), Sasa kurilensis (ausläufertreibend, 1,5 m hoch).


... mit großblumigen Clematis


Waldreben sind Rosenbegleiter mit wenig Raumanspruch. Sie wünschen – wie die Rose – einen tiefgründigen, staunässefreien Boden. Um die Wette klettern sie – beispielsweise beiderseits eines Baumes gepflanzt – mit Kletterund insbesondere Ramblerrosen. Eine Sorten-Auswahl: ’Königskind’® (blau), ’Mme Le Coultre’ (weiß), ’Westerplatte’ (samtig weinrot), ’Julka’ (violett mit roten Streifen).

... mit kleinblumigen Clematis

Sorten von Clematis viticella, alpina und montana. Reichblütig, wüchsig und robust.

... mit Nadelgehölzen


Passende Nadelgehölze sind beispielsweise Zwergformen, aber auch Sorten mit blauen oder gelben Nadeln.


Zwergformen:
Niedrige Balsam-Tanne (Abies balsamea ’Nana’), Kleine Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa ’Nana Gracilis’), Kleine Nest-Fichte (Picea abies ’Little Gem’), Igel- Fichte (Picea abies ’Echiniformis’), Japanische Zwerg-Lärche (Larix kaempferi ’Blue Ball’).

Gelbnadlige Sorten:
Haarzypresse ’Sungold’ (Chamaecyparis pisifera-Sorte), Gelber Strauch-Wacholder (Juniperus media ’Old Gold’), Lebensbaum ’Sunkist’ (Thuja occidentalis-Sorte).

Blaunadlige Sorten:
Blaue Säulenzypresse (Chamaecyparis lawsoniana ’Darts Blue Ribbon’), Blaue Kissenzypresse (Chamaecyparis lawsoniana ’Minima Glauca’), Kleine Silberzypresse (Chamaecyparis pisifera ’Boulevard’), Blauer Teppich-Wacholder (Juniperus horizontalis ’Wiltonii’), Kriech-Wacholder ’Blue Carpet’ (Juniperus squamata-Sorte), Blauer Stern-Wacholder (Juniperus squamata ’Blue Star’).


... mit Laubgehölzen


Laubgehölze faszinieren durch unzählige Laub-, Wuchs-, Fruchtoder Blüteneigenschaften. Was ist beim Gestalten mit Rosen und Laubgehölzen zu beachten? Eigentlich nicht viel, erlaubt ist, was gefällt. Jedoch sollte man buntlaubige Gehölze nicht direkt neben Rosen plazieren und insbesondere die Wuchsstärke der Laubgehölze einkalkulieren. Ein entsprechender Abstand zur Rose ist zu wahren. Beispiele: ostasiatischer Gold- Ahorn (Acer shirasawanum ’Aureum’), hängende Felsenbirne (Amelanchier laevis), duftender Sommerflieder (Buddleja davidii in Sorten), lilafruchtende Schönfrucht (Callicarpa bodinieri ‘Profusion’), Westamerikanischer Blumenriegel (Cornus nuttallii), Bienenweide Maiblumenstrauch (Deutzia gracilis), Prunkspiere (Exochorda macrantha ’The Bride’), Federbuschstrauch (Fothergilla monticola), frühjahrsblühende Stern- Magnolie ’Royal Star’, Winterblüher Winter-Schneeball (Viburnum bodnantense ’Dawn’).

Blaublühende Gehölze bieten eine farbige Ergänzung: Bartblume (Caryopteris), Säckelblume (Ceanothus), Blauraute (Perovskia).

   

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© 2007 W. Kordes' Söhne
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Stand: August 2007
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