RUND UM ROSEN - Die kleine Rosenfibel

    Faktor Wasser

Das Laub „durstiger” Rosen ist anfälliger für einen Pilzbefall (Mehltau), stauende Nässe dagegen führt zum „Erstickungstod“ der Wurzeln – bei der Bewässerung der Rosen kommt es also auf das Wieviel und Wie entscheidend an.
 
    In trockenen Sommermonaten können besonders junge, noch nicht tiefverwurzelte Rosenstöcke unter Wassermangel leiden. Zur Abhilfe legt man einen Gartenschlauch in die Beete und wässert ausgiebig und dur-chdringend. Falsch ist es, die Rosen über das Laub zu besprenkeln, denn damit öffnet man einem aggressiven Schadpilz, dem Sternrußtau, Tür und Tor. Die zusätzlichen Wassergaben werden ab September eingestellt, damit die Triebe der Rose zur Ruhe kommen und – zwekks Frosthärte – verholzen können.
 

 Rindenmulch?

Aus unserer Erfahrung ist eine Abdeckung mit Rindenmulch auf lange Sicht zwischen Rosen nicht empfehlenswert.
Die Gründe hierfür sind:
1. Stickstoff-Festlegung beim Abbau des Holzes kann zu Nährstoffmangel bei den Rosen führen 2. Rindenmulch macht den Boden saurer (gut für Rhododendron, schlecht für Rosen)
3. Wühlmäuse können unter dem Mulch verstärkt auftreten
4. Der holzzersetzende Pilz Halimasch kann auch auf die Rosen über gehen und diese schädigen
.
Es ist also besser, den Boden zwischen den Rosen offen zu lassen. Wenn Sie den Mulch trotzdem liegen lassen möchten, sollten Sie verstärkt auf den Stickstoffgehalt und den pH-Wert (=Bodensäure) des Bodens achten.

  Dünger

Rosen brauchen viel Nährstoffe, insbesondere, wenn sie durch häufige Schnittmaßnahmen – beispielsweise bei Schnittrosen für die Vase – sommerlang neue Triebe aufbauen sollen. Vorab zwei Hinweise: 1. Feste Dünger niemals über Blatt oder Blüte der Rose, sondern immer über dem Boden ausbringen und 2. die Herstellerangaben auf der Packung beachten.

Bewährte Düngerarten

Blaukorn:
Ein preiswerter, guter Rosendünger. Es handelt sich um ein hochwirksames Konzentrat an Nährstoffen in leicht wasserlöslicher Form. Auf exakte Dosierung laut Herstellerangaben ist zu achten, da ein Zuviel von der Rose nicht verwertet werden kann und innerhalb kurzer Zeit in tiefere Bodenschichten ausgewaschen wird. Zeitpunkt der Gabe ist März und Juni. Ab Mitte Juli keinen mineralischen Dünger mehr geben. .

Depotdünger:
Ab Mitte März in Pflanzennähe ausbringen und leicht einarbeiten, Mengen lt. Herstellerangaben. Die Langzeitdünger, wie sie auch genannt werden, sind ebenfalls mineralische Dünger. Durch die Ummantelung der Düngerkörner mit einer halbdurchlässigen Harzhülle geben sie ihre Nährstoffe sehr langsam und temperaturabhängig ab. Bei niedrigen Temperaturen im Herbst oder Winter – wenn die Rose keine Nährstoffe aufnimmt – werden auch keine Nährstoffe freigesetzt, eine Auswaschung wird unterbunden.

Kali:
Ist im guten Kulturboden meist ausreichend vorhanden. Mangelt es jedoch an Kali, leidet die Holzreife und die Rose wird frostempfindlicher. Kali reguliert den Wasserhaushalt und den Stoffwechsel der Rosenpflanze. Düngung ab Anfang August bis Mitte September mit Patentkali oder Kalimagnesia (etwa 30 g pro m2).

California Rinderdung®:
Als Ersatz für gut verrotteten Stallmist bietet der Fachhandel getrockneten, abgelagerten Rinderdung an, der Dünger und Bodenverbesserer in einem ist. Weitere empfehlenswerte Dünger für Rosen sind beispielsweise Oscorna Animalin und Guano.

 

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© 2007 W. Kordes' Söhne
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Stand: August 2007
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