RUND UM ROSEN - Die kleine Rosenfibel

    Standortwahl - Rosen lieben Sonne und Luft

Die richtige Wahl der passenden Rosensorte für den vorhandenen Standort – so läßt sich die Erfolgsformel für das Gestalten mit Rosen zusammenfassen. Zur erfolgreichen Rosenpflanzung gilt es auf die Faktoren Licht, Boden, Kleinklima und Sortenrobustheit zu achten.

Ein Hinweis vorab:
Allen Angaben liegen ausschließlich Erfahrungen mit Kordes-Rosensorten zugrunde.
 
 

  Licht:
Rosen sind Sonnenkinder. Sonnige Standorte fördern kraftstrotzende Wüchsigkeit und üppige Blütenfülle. Sonnenstrahlen lassen nasse Blätter schneller abtrocknen, was wiederum den Befallsdruck durch Pilzkrankheiten spürbar mindert. Nicht alle Sorten vertragen die glühende Hitze exponierter Südlagen gleichermaßen. Vor heißen Südwänden oder Mauern trifft die Reflektionsstrahlung auch die Blattunterseite – im Extremfall können die Blätter regelrecht verbrennen. Zudem fördert die hohe Lufttrockenheit die Ausbreitung von Spinnmilben (Rote Spinne).

Boden:
Rosen sind Tiefwurzler und bevorzugen einen tiefgründigen, durchlässigen Boden. Mit ihren Pfahlwurzeln suchen sie sich ihren Weg in die Bodentiefe, um dort Wasser und Nährstoffe aufzuschließen. Undurchlässige Bodenschichten oder Verdichtungen, beispielsweise in Neubau-Gärten, sind vor der Pflanzung unbedingt aufzubrechen. Eine durchwurzelbare Schicht von mindestens 50 cm ist nötig.
 
Kleinklima:
Rosen sind Frischluft-Fans, eine frische Brise sorgt für ein rasches Abtrocknen nasser Blätter. Luftstille, enge Winkel ohne nennenswerten Luftaustausch sind für Rosen ungeeignet. Pilzkrankheiten (Echter Mehltau), aber auch Blattläuse, stellen sich dort unmittelbar ein.

Kronentraufen:
Im Tropfbereich der Baumkronen bleibt das Laub der Rosen wesentlich länger naß und feucht, wiederum finden Mehltau- und insbesondere Sternrußtaupilze beste Ausbreitungs-Bedingungen.

„Bodenmüdigkeit" (Nachbaukrankheit):
Neue Rosenpflanzungen auf Flächen, auf denen bereits Rosen gestanden haben, können einen Minderwuchs zeigen. Scheinbar fühlen sich Rosen in den Rückständen ihrer Vorgänger nicht besonders gut aufgehoben.
Die Bodenmüdigkeit ist kein unlösbares Problem, für Dramatik ist kein Grund gegeben. Ein Erdaustausch bis zu 50 cm Tiefe bringt die Sicherheit für eine erfolgreiche Rosenpflanzung.
Als 2. Möglichkeit können Sie den ehemaligen Rosenstandort zwei Sommer lang mit Tagetes bepflanzen. Danach ist der Boden wieder für Rosen geeignet. Einfacher: ein rosenfrischer Standort wird als Alternative für das Rosenbeet gewählt.
 

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Stand: August 2007
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