| In unserem Fragen und Antworten Katalog haben wir alle Antworten auf die am häufigsten von Ihnen gestellten Fragen zusammengetragen. Wenn Sie neugierig auf Fachwissen über Rosen sind, ist dies die richtige Seite für Sie. Meine neu gepflanzten Rosen treiben aus! Was kann ich tun? Suche nach einer ganz bestimmten Rose: ADR ADR steht für Anerkannte Deutsche Rose und ist das Ergebnis der Allgemeinen Deutschen Rosenprüfung, die als die härteste Roseneuheitenprüfung der Welt gilt. In elf über ganz Deutschland verteilten Prüfgärten testen unabhängige Prüfer drei Jahre lang Neuheiten ohne Spritzen und Winterschutz. Albarosen Albarosen gehören zu den Alten Rosen. Die Abkömmlinge von R. alba sind sehr winterharte, einmalblühende Sträucher in Farben zwischen weiß und rosa, die als relativ schattenverträglich gelten. Alte Rosen Alte Rosen sind Rosen, die zu einer Gruppe gehören, die es vor der Einführung der ersten Teehybriden (1867) schon gab. Diese Gruppen sind z. B. R. alba, R. gallica, R. centifolia, R. damascena Augen Augen gibt es zweimal. Augen sind helle oder dunklere Zentren einer Blüte und Augen sind Knospen aus denen sich neue Triebe bilden. Diese Augen werden zum Okulieren benutzt. Beetrosen Beetrosen sind Rosen, die beetweise gepflanzt werden. Sie werden ca. 60 cm hoch und blühen in Büscheln oder Dolden. In dieser Gruppe faßt man Polyantharosen, Floribundarosen, Polyantha-Hybriden und Floribunda-Grandiflora zusammen. Blaue Rosen Blaue Rosen gibt es noch nicht, weil der Farbstoff, der z. B. den Rittersporn blau macht, bei Rosen nicht vorkommt. Die Rosen, die als blaue Rosen gehandelt werden, sind mehr oder weniger lila. Blinde Triebe Blinde Triebe haben mit dem Wachstum aufgehört ohne eine Knospe zu bilden. Ursachen können z. B. Schädlinge oder Witterungseinflüsse sein. Bodenmüdigkeit Bodenmüdigkeit ist ein Name für die Erscheinung, daß Rosen nicht da wachsen, wo schon jahrelang Rosen standen. Die Ursachen für Bodenmüdigkeit sind noch immer nicht geklärt. Verschiedene Faktoren spielen zusammen. Die sicherste Maßnahme gegen Bodenmüdigkeit bleibt ein gründlicher Erdaustausch. Buschrosen Buschrosen sind nur der Gegensatz zur Stammrose. Sowohl Strauchrosen wie auch Zwergrosen sind Buschrosen, denn sie kommen mehrtriebig aus der Erde. Climber Climber sind Kletterrosen mit großblumigen und öfterblühenden Blüten und steifen Trieben. Containerrosen Containerrosen sind Rosen, die im Frühjahr in einen Topf (Container) gepflanzt und im Sommer blühend verkauft und ausgepflanzt werden. Dornen Dornen siehe Stacheln Edelrosen Edelrosen sind großblumig, langstielig, wenig verzweigt und daher gute Schnittrosen. Zu dieser Gruppe zählen die Teerosen, Teehybriden und Remontantrosen. Englische Rosen Englische Rosen sind Züchtungen des Engländers David Austin, der mit seinen Kreuzungen die Eigenschaften von Alten und Modernen Rosen vereint hat. Von den Alten Rosen stammen Blütenform und Duft, von den Modernen Rosen Farben, das Öfterblühen und der kompakte Wuchs. Fiederblatt Fiederblatt: Das Rosenblatt ist unpaarig gefiedert, d.h. es besteht aus einer ungeraden Zahl einzelner Fiederblättchen. Bei unseren Gartenrosen gibt es in der Regel 3, 5 oder 7 Fiederblätter, es gibt aber auch größere Zahlen. Floribundarosen Floribundarosen entstanden aus den Polyantharosen durch Kreuzungen mit Teehybriden und werden seit ca. 1930 so genannt. Sie werden heute zu den Beetrosen gezählt. Hagebutten Hagebutten sind die Früchte der Rose. Vor allem bei den einmalblühenden Rosen bilden viele mit den Hagebutten einen zweiten Schmuck. Hagebutten enthalten mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Historische Rosen Historische Rosen sind gleichzusetzen mit Alten Rosen. Hybriden Hybriden sind das Ergebnis der Kreuzung von Sorten, Arten oder auch (selten) Gattungen. Alle Gartenrosen sind letztendlich Hybriden. Kletterrosen Kletterrosen haben einen fließenden Übergang zu den Strauchrosen. Wenn die Triebe einer Rose so lang werden, daß sie sich nicht selbst halten können, ist es eine Kletterrose. Manche Kletterrose läßt sich durch Schnitt als Strauchrose halten. Umgekehrt werden Strauchrosen an einem Gerüst deutlich höher und können als niedrige Kletterrose gepflanzt werden. Sonderformen von Kletterrosen sind Rambler. Moderne Rosen Moderne Rosen sind der Gegensatz zu den Alten Rosen. Hierzu gehören z. B. Teehybriden, Beetrosen, Zwergrosen, Kletterrosen und Rugosa-Hybriden. Nostalgische Rosen Nostalgische Rosen faßt Rosen nur nach dem äußeren Erscheinungsbild zusammen. Neben Alten Rosen und Englischen Rosen passen auch moderne Rosen anderer Züchter dazu, die an Alte Rosen erinnern (Bernsteinrose, Home & Garden, Eden 85...) Okulation Okulation ist die bei Rosen gebräuchlichste Art der Vermehrung. Bei dieser Art der Veredlung wird ein Auge auf die Veredlungsunterlage gesetzt. Nur die Triebe aus diesem Auge läßt man weiterwachsen, die Triebe der Unterlage (Wildtriebe) werden entfernt. Parkrosen Parkrosen ist ein Sammelbegriff für alle Rosen, deren Abstammung sich direkt auf eine Wildrose zurückführen läßt. Sie haben Eigenschaften der jeweiligen Wildrosen behalten wie das Einmalblühen, den Hagebuttenschmuck, die Winterhärte oder den Wuchs. Wir rechnen auch die Alten Rosen und Wildrosen, die wir durch Veredlung vermehren, zu den Parkrosen. Petalen Petalen sind Kronblätter (Blütenblätter) Polyantharosen Polyantharosen haben heute eher geschichtliche Bedeutung. Sie lassen sich auf R. multiflora zurückführen. Polyantha ist griechisch und multiflora lateinisch für vielblumig. Polyantharosen blühen öfter und in Büscheln oder Dolden und haben einfachere Blüten als die aus ihnen entstandenen Floribundarosen. Rambler Rambler sind Kletterrosen mit langen, dünnen und biegsamen Trieben. Die meisten sind kleinblumig und blühen nur einmal im Jahr. Sie eignen sich besonders für Bögen und Pergolen. Auf Grund der langen Triebe läßt man Rambler auch gern in Bäume wachsen. Das Gegenteil der Rambler sind die Climber: großblumig, steif und öfterblühend. Rosaceae Rosaceae ist in der Botanik die Familie der Rosengewächse. Neben den Rosen gehört fast das gesamte Obst zu den Rosengewächsen. Pflanzen aus gleichen Familien haben ähnliche Merkmale. Bei den Rosengewächsen ist z. B. die Zahl 5 die typische Anzahl für Kelch- und Blütenblätter. Schwarze Rosen Schwarze Rosen sind immer nur dunkelrot. Mit gutem Willen läßt sich die Knospe von manchen Rosen als schwarz bezeichnen, die offene Blüte hat nur noch schwärzliche Schattierungen. Zu den dunkelsten Rosen gehören Barkarole und Schwarze Madonna. Sepalen Sepalen sind die Kelchblätter, also die grünen Blätter, die die geschlossene Knospe schützen. Sport Sport ist die Bezeichnung für eine aufgetretene Mutation. Durch die Mutation kann z. B. eine neue Blütenfarbe entstanden sein oder ein kletternder Wuchs bei einer Beetrose. Der Sport kann als eigene Sorte in den Handel kommen. Beispiel: Climbing Goldmarie ist ein Sport von Goldmarie und Marguerite Hilling ist ein Sport von Nevada. Stacheln Stacheln: Auch wenn Goethe es anders sah: Rosen haben Stacheln und keine Dornen. Dornen kann man als verkümmerte Zweige ansehen. Ihre Entfernung bringt große Wunden. Stacheln sind Auswüchse der Oberhaut und lassen sich ohne Wunden entfernen. Stammrosen Stammrosen sind der Gegensatz zu Buschrosen. Sie bestehen aus einem Wildrosenstamm, auf den die Edelsorte als Krone veredelt wird. Üblich sind Stammhöhen von 40, 60, 90 und 140 cm. Dazu werden Sorten gewählt, die in ihren Proportionen zur Stammhöhe passen: Zwergrosen für niedrige Stämme und Kletterrosen für die höchsten Stämme. Strauchrosen Strauchrosen: Eigentlich sind alle Rosen Sträucher, denn sie sind mehrtriebig und verholzen. Unter Strauchrosen versteht man aber die größeren, öfterblühenden Rosen von ca. 1,5 m Höhe, die sich im Garten zur Einzelstellung oder für höhere Hecken eignen. Systematik Systematik: Carl von Linné hat 1735 das System aufgestellt, nach dem die Verwandtschaft der Pflanzen bestimmt wird. Ausgehend von den Sexualorganen ordnete er ähnliche Pflanzen in Gruppen wie Familie, Gattung und Art. Der botanische Name einer Pflanze besteht aus dem Gattungsnamen und dem Artnamen. Die Hundsrose heißt z. B. Rosa canina. Teehybriden Teehybriden sind Hybriden von Teerosen mit anderen Rosen und bei uns winterhart. Als erste Teehybride gilt La France (1867), obwohl es schon vorher Hybriden von Teerosen gab. Heute wird der Begriff gleichbedeutend mit Edelrose gebraucht. Teerosen Teerosen sind eine Rosengruppe, die von 1810 bis 1910 große Bedeutung hatte. Sie stammen aus China und sind bei uns nicht winterhart. Zur Herkunft des Namens gibt es verschiedene Theorien: Die erste Rose dieser Art stammte aus Canton aus einer Gärtnerei Fan Tee oder Fa Ti und wurde daher in England Tea-Rose genannt. Oder: Die Teerosen wurden von den Schiffen der Britischen Ostindien-Companie in Teekisten nach England gebracht. Oder:… Treibrosen Treibrosen ist eigentlich ein falscher Begriff für Schnittrosen aus dem Gewächshaus. Es handelt sich um Rosenkultur, nicht um Rosentreiberei. Aber da der Begriff Treibhaus für viele gleichbedeutend mit Gewächshaus ist, hat sich auch der Begriff Treibrose eingebürgert. Unterlagen Unterlagen sind bei Rosen Formen von Wildrosen, auf die veredelt wird. In den meisten Fällen werden Auslesen von R. canina verwendet (sog. Edelcanina), aber auch R. multiflora, R. rubiginosa und andere. Veredeln Veredeln ist eine Form der ungeschlechtlichen Vermehrung, die bei vielen Gartenpflanzen üblich ist. Ein Teil der edlen Sorte wird auf eine Veredlungsunterlage gesetzt. Bei Gartenrosen ist die Okulation üblich. Die Vorteile des Veredelns sind zum Einen eine schnelle Vermehrung mit gleichmäßiger Qualität, zum Anderen wird die Wüchsigkeit der Unterlage benutzt um robustere Pflanzen zu erzielen als dies auf eigener Wurzel möglich wäre. Vermehren Vermehren bedeutet, aus einer Pflanze viele zu machen. Rosen werden gewöhnlich durch Veredlung vermehrt. Bei einigen Sorten sind auch Stecklinge möglich. Beides sind ungeschlechtliche Arten der Vermehrung. Aussaat ist eine geschlechtliche Vermehrungsart, die bei Wildrosen angewandt wird. Werden Gartenrosen ausgesät, ist das Ergebnis nicht vorhersehbar, alle Nachkommen sind verschieden. Wildrosen Wildrosen sind botanisch betrachtet Arten innerhalb der Gattung Rosa, die sich ohne Zutun des Menschen entwickelt haben. In Deutschland kommen ca. 20 Wildrosen vor, weltweit ca. 200. Wildtriebe Wildtriebe sind Triebe, die aus der Veredlungsunterlage stammen. wurzelecht wurzelecht sind Rosen, die nicht veredelt sind, z. B. Wildrosen, die durch Saat vermehrt werden oder Rosen im Topf, die durch Stecklinge vermehrt werden. Zentifolien Zentifolien sind eine Gruppe bei den Alten Rosen mit einem ganz berühmten Duft. Sie sind schwer von den anderen Gruppen Gallica- und Damascenerrosen zu unterscheiden. R. centifolia steht für hundertblättrig und deutet eine starke Füllung der Blüte an. Züchtung Züchtung wird oft mißverstanden und mit dem Anbau von Rosen gleichgesetzt. So war Adenauer kein Rosenzüchter, sondern ein Rosenfreund, der Rosen gepflanzt und gepflegt hat. Ein Züchter hingegen kreuzt Sorten miteinander um aus den Nachkommen neue, bessere Sorten herauszulesen, die die besten Eigenschaften der Eltern vereinen.
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